Das “A” und “O” ist das Führungsverhalten

Wie Führung auf die Mitarbeiterbindung wirkt.

Die Gallup Studie 2017 zeigt erneut, dass der Trend in Deutschland zur inneren Kündigung geht. Deutschlandweit sind es bereits 24% der Mitarbeitenden, die innerlich gekündigt haben, und deren Potenzial verschleudert wird. Tendenz steigend. Nur 15% gehen ihrer Arbeit mit Engagement nach. Der Rest macht Dienst nach Vorschrift oder befindet sich in der aktiven Verweigerung. Das ist eine erschütternde Bilanz für deutsche Führungskräfte und die Mitarbeiterbindung.

Denn die Führungskräfte sind es, so die Gallup-Studie, die maßgeblich zur emotionalen Bindung der Mitarbeitenden beitragen oder eben nicht dazu beitragen. Aus anfänglich motivierten Mitarbeitenden werden Verweigerer, da sie kein ausreichendes positives Feedback erhalten. Ihre Bedürfnisse und Erwartungen werden nicht beachtet. Niemand scheint sich für den Mitarbeitenden als Menschen zu interessieren. Die Grundbedürfnisse jedes Einzelnen nach Mitgestaltung, Sinnhaftigkeit und persönlicher Weiterentwicklung werden schlicht ignoriert. Mit katastrophalen Folgen. Das Potenzial wird nicht gehoben. Mitarbeitende gehen in den Widerstand. Die Führungskräfte arbeiten sich an ihnen ab. Die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden bleibt auf der Strecke. Innere und äußere Kündigung sind die Folge. Der betriebswirtschaftliche Schaden ist enorm.

Die wenigsten Führungskräfte sind Naturtalente. Auch sie brauchen Rückmeldungen und Förderung. Denn oftmals klaffen Selbst- und Fremdbild weit auseinander. Die gute Nachricht ist: Führung lässt sich erlernen! Die schlechte Nachricht ist: Eine  gute Führung muss erlernt werden! Das bedeutet, dass sich jede Führungskraft die Zeit nehmen muss, um sich mit den eigenen Stärken und Entwicklungspotenzialen auseinanderzusetzen. Das ist in dem stressigen und verantwortungsvollen Alltag nicht immer leicht.

Dieser Lernprozess zur guten Führungskraft kann in Form von mehreren Coachingsitzungen erfolgen. Hier wird in einem geschützten Raum wertschätzend auf blinde Flecken hingewiesen und das Verhalten konstruktiv gespiegelt. Das wiederum setzt selbstkritische Offenheit und Selbstreflexion voraus. Oftmals ist auch ein Teamprozess zusammen mit der Führungskraft hilfreich. Hier können gegenseitige Vorurteile, negative Erfahrungen in der Historie und verdeckte Ängste vertrauensvoll bearbeitet werden. In jedem Fall empfehlen wir eine Führungskräfteschulung, in der die gängigen Führungsinstrumente praxisnah erarbeitet werden.